Vorsorge Allgemein – Teaser Orthopädie-Zentrum Wien

Fragen zum Thema Ergotherapie

Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, wichtige Tätigkeiten des täglichen Lebens möglichst selbstständig ausführen zu können. Sie kann bei körperlichen, neurologischen, psychischen oder entwicklungsbedingten Einschränkungen eingesetzt werden und richtet sich immer nach den individuellen Problemen im Alltag. Je nach Bedarf werden beispielsweise Bewegungen und Handlungen trainiert, Hilfsmittel angepasst oder Strategien entwickelt, um Alltag, Beruf und Freizeit besser bewältigen zu können.

Physiotherapie konzentriert sich vor allem auf körperliche Funktionen wie Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Bewegungsabläufe. Ergotherapie richtet den Blick stärker auf konkrete Tätigkeiten des täglichen Lebens und darauf, wie diese trotz gesundheitlicher Einschränkungen möglichst selbstständig ausgeführt werden können. Beide Therapieformen können sich je nach Erkrankung sinnvoll ergänzen.

Ergotherapie ist eine medizinisch-therapeutische Behandlung, die Menschen dabei unterstützt, im Alltag möglichst selbstständig und handlungsfähig zu bleiben oder diese Fähigkeiten wiederzuerlangen. Im Mittelpunkt stehen Tätigkeiten, die für die betroffene Person wichtig sind – beispielsweise Anziehen, Kochen, Arbeiten, Schreiben oder Freizeitaktivitäten.

Es lässt sich nicht allgemein sagen, dass Ärzte Ergotherapie ungern verschreiben. Eine Verordnung erfolgt, wenn eine medizinische Indikation besteht und ergotherapeutische Maßnahmen voraussichtlich dazu beitragen können, Einschränkungen im Alltag zu verbessern. Ob Ergotherapie geeignet ist, hängt deshalb von der Erkrankung, den bestehenden Problemen und den individuellen Therapiezielen ab.

Zu Beginn der Ergotherapie wird untersucht, bei welchen alltäglichen Tätigkeiten Schwierigkeiten bestehen. Anschließend werden individuelle Ziele festgelegt. Je nach Bedarf können beispielsweise Bewegungen und Alltagshandlungen trainiert, Fähigkeiten der Hand verbessert, Hilfsmittel angepasst, Schienen eingesetzt oder Strategien für Haushalt, Beruf und Freizeit erarbeitet werden.

Bei rheumatischen Erkrankungen kann Ergotherapie dabei helfen, Gelenke im Alltag möglichst schonend zu belasten und die Selbstständigkeit zu erhalten. Dazu können Gelenkschutz, das Training geeigneter Bewegungsabläufe, Beratung zu Hilfsmitteln oder Schienen sowie die Anpassung alltäglicher Tätigkeiten gehören. Besonders bei Beschwerden an Händen und Fingern kann dies relevant sein.

Ergotherapie kann bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Multiple Sklerose, Erkrankungen und Verletzungen von Hand und Gelenken, rheumatische Erkrankungen, psychische Erkrankungen sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern. Entscheidend ist weniger die Diagnose allein als die Frage, ob die Erkrankung zu relevanten Einschränkungen im Alltag führt.

Ergotherapie kann für Menschen jeden Alters sinnvoll sein, wenn eine Erkrankung, Verletzung oder andere Einschränkung dazu führt, dass wichtige Tätigkeiten im Alltag nicht mehr oder nur erschwert möglich sind. Das kann beispielsweise Selbstversorgung, Arbeit, Schule, Haushalt oder Freizeit betreffen. Die Behandlung wird an die individuellen Ziele und Fähigkeiten angepasst.

Es gibt keine einzelne Krankheit, bei der grundsätzlich Ergotherapie notwendig ist. Sie kann bei zahlreichen neurologischen, orthopädischen, rheumatischen, psychiatrischen und entwicklungsbedingten Erkrankungen eingesetzt werden. Entscheidend ist, ob die Erkrankung die Selbstständigkeit oder die Ausführung wichtiger Alltagstätigkeiten beeinträchtigt.

Zu den möglichen Einsatzgebieten der Ergotherapie gehören unter anderem Schlaganfall, Multiple Sklerose, Nervenschädigungen, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Verletzungen und Erkrankungen der Hand, Demenz, Depressionen sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern. Welche ergotherapeutischen Maßnahmen eingesetzt werden, richtet sich nach den konkreten Einschränkungen und Therapiezielen.

Die Übungen in der Ergotherapie hängen stark von den individuellen Einschränkungen ab. Möglich sind beispielsweise Greif- und Feinmotorikübungen, das Training von Koordination und Beweglichkeit, Gleichgewichtsübungen oder das gezielte Üben alltäglicher Tätigkeiten wie Anziehen, Schreiben oder der Umgang mit Haushaltsgegenständen. Ergotherapie besteht deshalb nicht aus einem festen Übungsprogramm für alle Patienten.

Ja, Ergotherapie kann bei Arthrose insbesondere dann hilfreich sein, wenn Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen alltägliche Tätigkeiten erschweren. Bei Arthrose der Finger oder Handgelenke können beispielsweise gelenkschonende Bewegungsabläufe vermittelt sowie Hilfsmittel oder Schienen eingesetzt werden, um die Belastung im Alltag zu reduzieren.

Ergotherapie kann bei Nervenschäden eingesetzt werden, wenn dadurch beispielsweise Beweglichkeit, Kraft, Sensibilität oder die Ausführung alltäglicher Tätigkeiten eingeschränkt sind. Je nach Art und Ausmaß der Nervenschädigung können Funktionen trainiert, Kompensationsstrategien erarbeitet und Hilfsmittel eingesetzt werden. Ziel ist vor allem, die Selbstständigkeit im Alltag möglichst zu erhalten oder wiederherzustellen.