Vorsorge Allgemein – Teaser Orthopädie-Zentrum Wien

Fragen zum Thema Sehnenscheidenentzündung

Eine Sehnenscheidenentzündung, medizinisch Tendovaginitis genannt, entsteht häufig durch wiederholte oder ungewohnte Belastungen von Sehnen und Sehnenscheiden. Besonders häufig sind Hände, Handgelenke und Finger betroffen. Typische Beschwerden sind Schmerzen bei Bewegung und Druck, teilweise auch Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder ein spürbares Reiben der Sehne. In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden mit Entlastung und konservativen Maßnahmen behandeln.

Ja, eine Sehnenscheidenentzündung kann in vielen Fällen wieder abklingen, wenn die auslösende Belastung ausreichend reduziert wird. Wichtig ist, die betroffene Sehne zunächst zu entlasten und wiederholte Bewegungen, die Schmerzen verursachen, vorübergehend zu vermeiden. Wenn die Beschwerden trotz Schonung bestehen bleiben oder stärker werden, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Bewegungen und Belastungen, die die Schmerzen auslösen oder verstärken, sollten zunächst vermieden oder deutlich reduziert werden. Eine vollständige und längerfristige Ruhigstellung ist jedoch nicht grundsätzlich notwendig. Sobald die akute Entzündung zurückgeht, kann eine kontrollierte Bewegung sinnvoll sein, um die Beweglichkeit zu erhalten.

Der Arzt untersucht den betroffenen Bereich und prüft, bei welchen Bewegungen Schmerzen auftreten, ob eine Schwellung besteht und welche Sehne betroffen sein könnte. Häufig kann die Diagnose bereits anhand der Beschwerden und der körperlichen Untersuchung gestellt werden. Bei unklaren Befunden können beispielsweise Ultraschall oder MRT eingesetzt werden.

Wie lange eine Ruhigstellung sinnvoll ist, hängt von der betroffenen Sehne und der Stärke der Beschwerden ab. Eine Schiene oder Orthese kann Handgelenk oder Daumen vorübergehend entlasten. Eine feste allgemeine Dauer gibt es nicht; anschließend sollte die Belastung schrittweise wieder gesteigert werden.

Vor allem wiederholte Bewegungen und eine weitere Belastung der bereits gereizten Sehne können die Beschwerden verstärken. An Hand und Handgelenk können beispielsweise häufiges Tippen, intensive Smartphone-Nutzung oder andere repetitive Tätigkeiten eine Rolle spielen. Auch eine zu schnelle Rückkehr zur ursprünglichen Belastung kann erneute Beschwerden begünstigen.

Die Behandlung beginnt meist mit einer Reduktion der auslösenden Belastung. Zusätzlich können kurzfristig eine Schiene oder Orthese, Kühlung und gegebenenfalls entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt werden. Bei länger anhaltenden oder stärkeren Beschwerden kommen weitere Maßnahmen wie Physiotherapie oder in bestimmten Fällen eine Kortisoninjektion infrage.

Typisch sind Schmerzen entlang der betroffenen Sehne, die bei Bewegung oder Druck stärker werden. Zusätzlich können Schwellung, Wärmegefühl und eine eingeschränkte Beweglichkeit auftreten. Manchmal fühlen sich Bewegungen nicht mehr glatt an, sondern sind mit Reiben, Knirschen oder einem Schnappen verbunden.

Kurzfristig hilft vor allem, die schmerzauslösende Belastung zu reduzieren. Kühlung sowie eine Schiene oder Orthese können den betroffenen Bereich zusätzlich entlasten. Bei stärkeren Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel infrage kommen, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen.

Schmerzen am Ellenbogen müssen nicht automatisch durch eine Sehnenscheidenentzündung verursacht werden. Häufig kommen dort auch andere Sehnenerkrankungen infrage. Entscheidend sind die genaue Schmerzlokalisation, die auslösenden Bewegungen und die körperliche Untersuchung; bei Bedarf kann eine Ultraschalluntersuchung zur weiteren Abklärung eingesetzt werden.

Eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk verursacht meist bewegungsabhängige Schmerzen, die entlang der betroffenen Sehne verlaufen können. Auch Druckempfindlichkeit, Schwellung und Bewegungseinschränkungen sind möglich. Bei einer Entzündung auf der Daumenseite des Handgelenks kann insbesondere das Bewegen oder Abspreizen des Daumens schmerzhaft sein. 

Der Orthopäde untersucht die Beweglichkeit und die betroffenen Sehnen und versucht festzustellen, welche Belastungen die Beschwerden hervorrufen. Je nach Befund können Schonung, eine Orthese, Medikamente oder weitere konservative Maßnahmen empfohlen werden. Bei unklaren oder länger bestehenden Beschwerden kann zusätzlich eine bildgebende Untersuchung wie Ultraschall oder MRT sinnvoll sein.

Typisch sind Schmerzen an der Daumenseite des Handgelenks, die sich beim Greifen, Bewegen oder Abspreizen des Daumens verstärken können. Eine häufige Form ist die Tendovaginitis de Quervain, bei der die Sehnen betroffen sind, die den Daumen bewegen. Die Diagnose wird in der Regel anhand der Beschwerden und der körperlichen Untersuchung gestellt.