Fragen zum Thema Physiotherapie
Physiotherapie umfasst aktive und passive Behandlungsmaßnahmen, die darauf abzielen, Beweglichkeit, Kraft, Koordination und körperliche Funktion zu erhalten oder zu verbessern. Sie wird unter anderem bei Beschwerden des Bewegungsapparates, nach Verletzungen oder Operationen sowie bei neurologischen und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Diagnose, den Beschwerden und den individuellen Therapiezielen ab.
Bei rheumatischen Erkrankungen kann Physiotherapie helfen, Beweglichkeit, Muskelkraft und Gelenkfunktion zu erhalten oder zu verbessern. Je nach Erkrankung und Beschwerden können Bewegungsübungen, Krafttraining, Mobilisation und physikalische Maßnahmen eingesetzt werden. Die Therapie sollte individuell an die Krankheitsaktivität und die betroffenen Gelenke angepasst werden.
Bei einem HWS-Syndrom beziehungsweise Nackenschmerzen stehen häufig aktive Übungen zur Mobilisation und Kräftigung der Hals-, Schulter- und Rumpfmuskulatur im Vordergrund. Ergänzend können je nach Befund manuelle Techniken, Dehnübungen oder Wärme- und Kälteanwendungen eingesetzt werden. Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt von der Ursache der Beschwerden und möglichen neurologischen Symptomen ab.
Physiotherapie ist in Österreich nicht grundsätzlich auf 20 Minuten begrenzt. Je nach medizinischer Notwendigkeit und Verordnung können beispielsweise 30, 45 oder 60 Minuten vorgesehen sein. Die passende Behandlungsdauer und die Anzahl der Einheiten werden individuell nach dem Beschwerdebild und den Therapiezielen festgelegt.
Physiotherapie konzentriert sich vor allem auf Bewegung, Beweglichkeit, Kraft und körperliche Funktionen. Ergotherapie richtet den Schwerpunkt stärker darauf, alltägliche Aktivitäten und die Selbstständigkeit im täglichen Leben zu erhalten oder wiederherzustellen. Je nach Erkrankung können sich beide Therapieformen ergänzen.
Wie viel Physiotherapie bei Skoliose notwendig ist, hängt vom Alter, dem Ausmaß der Wirbelsäulenverkrümmung, dem Wachstum und den individuellen Beschwerden ab. Die Übungen werden gezielt an die jeweilige Skoliose angepasst und sollten häufig auch regelmäßig selbstständig zu Hause durchgeführt werden. Anzahl und Häufigkeit der betreuten Einheiten werden individuell festgelegt.
Es lässt sich nicht generell sagen, dass Ärzte Physiotherapie ungern verschreiben. Eine Verordnung wird anhand der medizinischen Indikation, des erwarteten Nutzens und des notwendigen Behandlungsumfangs entschieden. Nicht bei jeder Beschwerde ist Physiotherapie erforderlich, während sie bei vielen orthopädischen, neurologischen oder rheumatischen Erkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein kann.
Krankengymnastik ist eine ältere Bezeichnung für einen Teil der heutigen Physiotherapie. Physiotherapie umfasst neben aktiven Bewegungsübungen weitere therapeutische Verfahren und physikalische Maßnahmen. In Österreich wird üblicherweise der Begriff Physiotherapie verwendet.
Bei Polyneuropathie kann Physiotherapie darauf ausgerichtet sein, Muskelkraft, Gleichgewicht, Koordination und Gangsicherheit zu verbessern. Bei Sensibilitätsstörungen oder Muskelschwäche können außerdem gezielte Übungen zur Sturzprävention und zum sicheren Gehen sinnvoll sein. Die Behandlung wird an die bestehenden neurologischen Ausfälle und Beschwerden angepasst.
Wie häufig Physiotherapie bei Arthrose sinnvoll ist, hängt vom betroffenen Gelenk, der Stärke der Beschwerden und dem individuellen Trainingszustand ab. Physiotherapeutische Einheiten dienen häufig dazu, geeignete Übungen zu erlernen und anzupassen. Entscheidend ist meist, dass die empfohlenen Bewegungs- und Kräftigungsübungen anschließend regelmäßig selbstständig durchgeführt werden.
Physiotherapie lässt sich grundsätzlich in aktive und passive beziehungsweise unterstützende Maßnahmen unterteilen. Zu den aktiven Maßnahmen gehören beispielsweise Bewegungs-, Kraft- und Koordinationsübungen. Zu den passiven oder ergänzenden Maßnahmen zählen unter anderem manuelle Techniken sowie physikalische Anwendungen wie Wärme, Kälte oder Elektrotherapie. Physiotherapie umfasst jedoch deutlich mehr als nur zwei fest abgegrenzte Therapiearten.
In der Physiotherapie kommen je nach Diagnose unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Bewegungstherapie, Kraft- und Koordinationstraining, manuelle Techniken, Mobilisation, Gleichgewichtstraining sowie ergänzende physikalische Maßnahmen wie Wärme-, Kälte-, Elektro- oder Hydrotherapie. Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Befund und den Therapiezielen.
In Österreich kann Physiotherapie von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen oder teilweise rückerstattet werden, wenn eine entsprechende medizinische Indikation und eine ärztliche Verordnung vorliegen. Bei Vertragstherapeutinnen und Vertragstherapeuten erfolgt die Behandlung als Kassenleistung; bei Wahltherapeutinnen und Wahltherapeuten wird die Rechnung zunächst selbst bezahlt und anschließend je nach Versicherung teilweise rückerstattet. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich zwischen ÖGK, SVS und BVAEB.
