Fragen zum Thema Hexenschuss
Ein Hexenschuss, medizinisch Lumbago oder akute Lumbalgie genannt, bezeichnet plötzlich auftretende starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Häufig werden die Beschwerden durch eine ungewohnte Bewegung, Bücken, Heben oder Drehen ausgelöst. Trotz der teilweise sehr starken Schmerzen ist ein Hexenschuss in den meisten Fällen nicht gefährlich und bessert sich innerhalb kurzer Zeit. Bewegung, Wärme und bei Bedarf eine geeignete Schmerzbehandlung können die Beschwerden lindern.
Bei einem Hexenschuss sollte längere Bettruhe möglichst vermieden werden. Auch schweres Heben, starke Drehbewegungen und andere Belastungen, die die Schmerzen deutlich verstärken, sollten zunächst reduziert werden. Wichtig ist jedoch, nicht vollständig auf Bewegung zu verzichten, sondern die normalen Alltagsaktivitäten soweit wie möglich beizubehalten.
Ein Hexenschuss lässt sich nicht immer sofort beseitigen, die Beschwerden bessern sich jedoch häufig von selbst. Wärme, eine vorübergehend entlastende Position und leichte Bewegung wie Spazierengehen können helfen. Bei stärkeren Schmerzen können nach ärztlicher Rücksprache entzündungshemmende Schmerzmittel eingesetzt werden. Längere Bettruhe sollte dagegen vermieden werden.
Ein Hexenschuss bessert sich häufig innerhalb weniger Tage. Bei manchen Betroffenen können die Beschwerden auch mehrere Wochen anhalten. Entscheidend ist, möglichst aktiv zu bleiben und die Belastung vorübergehend an die Schmerzen anzupassen. Wenn die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, sich verschlechtern oder länger anhalten, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Ein Hexenschuss bedeutet nicht automatisch, dass ein Nerv eingeklemmt ist. Typischerweise bleiben die Schmerzen bei einer Lumbago auf den unteren Rücken begrenzt. Strahlen die Schmerzen dagegen über das Gesäß in ein Bein aus oder treten Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche auf, kann zusätzlich eine Nervenwurzel gereizt sein.
Bei einem Hexenschuss fragt der Arzt zunächst nach Beginn, Verlauf und Art der Beschwerden und untersucht den Rücken sowie die Beweglichkeit. Außerdem wird geprüft, ob Hinweise auf eine Nervenbeteiligung oder eine andere behandlungsbedürftige Ursache bestehen. Eine Röntgen-, CT- oder MRT-Untersuchung ist bei einem typischen unkomplizierten Hexenschuss meist nicht notwendig.
Ein Orthopäde untersucht bei einem Hexenschuss die Wirbelsäule, Beweglichkeit und mögliche neurologische Auffälligkeiten und versucht einzuschätzen, ob es sich um einen unkomplizierten akuten Rückenschmerz oder um eine spezifische Ursache handelt. Je nach Befund können Schmerzbehandlung, Bewegung, Physiotherapie oder weitere diagnostische Maßnahmen empfohlen werden.
Osteopathische beziehungsweise manuelle Behandlungen können bei unspezifischen Rückenschmerzen von manchen Patienten als hilfreich empfunden werden. Bei einem akuten Hexenschuss ist jedoch zunächst wichtig auszuschließen, dass eine ernsthafte Ursache oder eine relevante Nervenbeteiligung vorliegt. Eine osteopathische Behandlung sollte daher als mögliche ergänzende Maßnahme und nicht als Ersatz für eine notwendige medizinische Abklärung betrachtet werden.
Bei einem Hexenschuss ist leichte Bewegung meist sinnvoller als längere Bettruhe. Besonders geeignet sind zunächst einfache Alltagsbewegungen und kurze Spaziergänge, soweit diese toleriert werden. Die Belastung sollte schrittweise gesteigert werden. Bewegungen, die starke Schmerzen auslösen, sollten vorübergehend vermieden werden.
Manuelle oder chiropraktische Techniken können bei bestimmten unspezifischen Rückenschmerzen eingesetzt werden. Sie sind jedoch nicht für jede Ursache eines akuten Hexenschusses geeignet. Vor allem bei ausstrahlenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen, Muskelschwäche oder anderen neurologischen Symptomen sollte zunächst ärztlich abgeklärt werden, ob eine Nervenwurzel oder eine andere Struktur betroffen ist.
Bei einem akuten Hexenschuss gibt es nicht die eine beste Rückenübung. Sinnvoll sind zunächst sanfte Bewegungen, die keine deutliche Verschlechterung der Beschwerden verursachen. Dazu können kurze Spaziergänge oder vorsichtige Mobilisationsbewegungen gehören. Sobald die akuten Schmerzen nachlassen, können gezielte Übungen zur Kräftigung der Rücken- und Rumpfmuskulatur sinnvoll sein.
Viele Betroffene empfinden die sogenannte Stufenlagerung als entlastend. Dabei liegt man auf dem Rücken und lagert die Unterschenkel so hoch, dass Hüft- und Kniegelenke ungefähr einen rechten Winkel bilden. Diese Position kann kurzfristig angenehm sein. Sie sollte jedoch nicht zu längerer Bettruhe führen, da regelmäßige Bewegung für die Erholung wichtig ist.
Typisch für einen Hexenschuss sind plötzlich einschießende starke Schmerzen im unteren Rücken, häufig nach einer Bück-, Hebe- oder Drehbewegung. Die Beweglichkeit kann deutlich eingeschränkt sein und die Rückenmuskulatur kann sich stark verspannen. Treten zusätzlich Schmerzen im Bein, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche auf, kann eine Nervenbeteiligung vorliegen und eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
