Orthopädiezentrum Wien - Kniearthrose (Gonarthrose) bei einer Person, die das Knie massiert

Kniearthrose (Gonarthrose)

Kniearthrose ist eine fortschreitende Veränderung des Kniegelenks, die Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursachen kann. Eine individuell abgestimmte Behandlung kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Belastbarkeit des Knies im Alltag möglichst lange zu erhalten.

Was ist eine Kniearthrose?

Kniearthrose, medizinisch als Gonarthrose bezeichnet, ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks. Dabei verändern sich der Gelenkknorpel und mit der Zeit häufig auch weitere Strukturen wie der darunterliegende Knochen, die Gelenkinnenhaut und die Gelenkkapsel.

Die Beschwerden und der Verlauf können individuell sehr unterschiedlich sein. Nicht allein das Röntgenbild entscheidet über die Behandlung, sondern vor allem die Schmerzen, die Beweglichkeit und die Einschränkungen im Alltag. Die Kniearthrose ist eine der Erkrankungen, die im Rahmen einer individuell geplanten Arthrosetherapie behandelt werden können.

Welche Bereiche des Kniegelenks können betroffen sein?

Das Kniegelenk besteht aus mehreren Gelenkabschnitten. Je nach Lokalisation der Veränderungen werden verschiedene Formen der Gonarthrose unterschieden:

  • mediale Gonarthrose: Arthrose an der Innenseite des Kniegelenks;
  • laterale Gonarthrose: Arthrose an der Außenseite des Kniegelenks;
  • patellofemorale Arthrose: Veränderungen zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen;
  • mehrere Gelenkabschnitte betreffende Gonarthrose: Arthrose in zwei oder allen drei Bereichen des Kniegelenks.

Welche Region betroffen ist, beeinflusst häufig, bei welchen Bewegungen Schmerzen auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Kniearthrose kann sich ohne eindeutig feststellbare Einzelursache entwickeln. Häufig wirken jedoch mehrere Faktoren zusammen:

  • zunehmendes Lebensalter;
  • frühere Meniskus-, Kreuzband- oder Knorpelverletzungen;
  • O-Bein- oder X-Bein-Fehlstellungen;
  • wiederholte Fehl- oder Überbelastungen;
  • Übergewicht;
  • entzündliche Gelenkerkrankungen;
  • Instabilität des Kniegelenks;
  • vorausgegangene Operationen oder Verletzungen;
  • familiäre Veranlagung.

Eine Fehlstellung kann beispielsweise dazu führen, dass ein bestimmter Abschnitt des Kniegelenks stärker belastet wird. Frühere Verletzungen können die Stabilität und Belastungsverteilung im Gelenk langfristig verändern.

Symptome einer Kniearthrose

Zu Beginn treten die Beschwerden häufig nur bei stärkerer Belastung auf. Im weiteren Verlauf können sie auch bei alltäglichen Bewegungen oder in Ruhe vorkommen.

Typische Symptome sind:

  • Schmerzen beim Gehen oder längeren Stehen;
  • Beschwerden beim Treppensteigen;
  • Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen;
  • Morgensteifigkeit;
  • Schmerzen beim Beugen oder Strecken;
  • wiederkehrende Schwellungen oder Gelenkergüsse;
  • Knirschen oder Reiben im Knie;
  • nachlassende Beweglichkeit;
  • Unsicherheit oder Nachgeben des Kniegelenks;
  • Ruhe- oder Nachtschmerzen in fortgeschrittenen Stadien.

Nicht jeder Knieschmerz wird durch Arthrose verursacht. Auch Menisken, Bänder, Sehnen, Schleimbeutel oder die Kniescheibe können für Beschwerden verantwortlich sein.

Wie wird eine Gonarthrose diagnostiziert?

Ärztliches Gespräch

Zunächst werden die Art, Dauer und Lokalisation der Schmerzen besprochen. Wichtig sind außerdem frühere Verletzungen, Operationen, berufliche oder sportliche Belastungen und Einschränkungen im Alltag.

Körperliche Untersuchung

Bei der Untersuchung werden unter anderem folgende Punkte beurteilt:

  • Beweglichkeit des Kniegelenks;
  • Schmerzlokalisation;
  • Schwellungen und Gelenkergüsse;
  • Stabilität der Bänder;
  • Beinachse;
  • Muskelkraft;
  • Gangbild.

Bildgebende Untersuchungen

Röntgenaufnahmen können typische Veränderungen wie eine Verschmälerung des Gelenkspalts, Knochenanbauten oder Veränderungen der Gelenkflächen zeigen.

Ultraschall kann beispielsweise bei Gelenkergüssen oder Veränderungen oberflächlicher Weichteile eingesetzt werden. Eine MRT-Untersuchung ist nicht bei jeder Kniearthrose erforderlich, kann aber bei zusätzlichen Fragestellungen zu Menisken, Bändern, Knorpel oder Knochen sinnvoll sein.

Kniearthrose-Behandlung in Wien

Die Behandlung wird an die Beschwerden, das betroffene Gelenksegment, das Stadium der Erkrankung und die persönlichen Ziele angepasst. In vielen Fällen werden mehrere Maßnahmen miteinander kombiniert.

Zunächst stehen meist konservative Behandlungen im Vordergrund. Eine Operation wird insbesondere dann geprüft, wenn starke Schmerzen und erhebliche Einschränkungen bestehen und nicht operative Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung bringen.

Bewegung und Physiotherapie

Gezielte Bewegung gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Behandlung einer Kniearthrose. Das Knie soll dabei nicht vollständig geschont, sondern angemessen und kontrolliert belastet werden.

Die Physiotherapie kann unter anderem folgende Ziele verfolgen:

  • Kräftigung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur;
  • Verbesserung der Beweglichkeit;
  • Stabilisierung des Kniegelenks;
  • Schulung geeigneter Bewegungsabläufe;
  • Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination;
  • schrittweise Steigerung der Belastbarkeit.

Ein individuell angepasstes Übungsprogramm ist besonders wichtig, da nicht jede Übung für jede Form der Gonarthrose gleichermaßen geeignet ist. Therapeutische Übungen werden in Leitlinien als grundlegender Bestandteil der Arthrosebehandlung empfohlen.

Entlastung und Anpassung der Belastung

Je nach Befund können bestimmte Tätigkeiten oder Bewegungsabläufe vorübergehend angepasst werden. Eine vollständige und dauerhafte Ruhigstellung ist in der Regel nicht das Ziel.

Mögliche unterstützende Maßnahmen sind:

  • Anpassung sportlicher oder beruflicher Belastungen;
  • gelenkschonende Bewegungsformen;
  • Knieorthesen oder Bandagen;
  • Schuheinlagen bei geeigneter Indikation;
  • vorübergehende Verwendung einer Gehhilfe;
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht.

Eine Gewichtsreduktion kann bei Übergewicht dazu beitragen, die Belastung des Kniegelenks zu verringern und Schmerzen sowie Funktion zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung

Abhängig von der Stärke der Beschwerden können schmerzlindernde oder entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden.

Welche Medikamente geeignet sind, hängt unter anderem von Begleiterkrankungen, weiteren Arzneimitteln und individuellen Risiken ab. Dosierung und Anwendungsdauer sollten ärztlich abgestimmt werden.

Infiltration am Knie

Bei ausgewählten Beschwerden kann eine Infiltration am Knie erwogen werden. Dabei wird ein ausgewähltes Medikament gezielt in das Kniegelenk oder an eine schmerzverursachende Struktur eingebracht.

Mögliche Anwendungsgebiete sind beispielsweise entzündlich aktivierte Arthrose, schmerzhafte Reizzustände oder ein Gelenkerguss. Welcher Wirkstoff eingesetzt wird und ob eine bildgestützte Durchführung sinnvoll ist, wird individuell entschieden.

Entzündungshemmende Kortikosteroidinjektionen können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eine zeitlich begrenzte Linderung ermöglichen. Sie beseitigen jedoch nicht die zugrunde liegende Arthrose.

Hyaluronsäure am Knie

Bei der Hyaluronsäure-Therapie am Knie wird Hyaluronsäure direkt in das Kniegelenk injiziert. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit.

Ob eine Behandlung infrage kommt, wird individuell beurteilt. Dabei werden insbesondere das Stadium der Arthrose, die bisherigen Behandlungen, die Beschwerden und das persönliche Therapieziel berücksichtigt.

Die wissenschaftlichen Empfehlungen zur routinemäßigen Anwendung unterscheiden sich. Deshalb sollte weder eine bestimmte Wirkung noch eine feste Wirkungsdauer zugesichert werden.

PRP-Therapie mit Eigenplasma

Bei der PRP-Therapie wird körpereigenes Blut entnommen und aufbereitet. Das dabei gewonnene plättchenreiche Plasma wird anschließend in die vorgesehene Behandlungsregion injiziert.

Die Behandlung kann bei ausgewählten Gelenkbeschwerden als Bestandteil eines individuellen Therapiekonzepts erwogen werden. Ob sie bei einer Kniearthrose geeignet ist und wie viele Anwendungen sinnvoll sein können, wird nach der Untersuchung besprochen.

Knorpeltherapie am Knie

Der Begriff Knorpeltherapie am Knie umfasst unterschiedliche Behandlungsansätze. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt davon ab, ob eine umschriebene Knorpelverletzung oder eine bereits weiter verbreitete Kniearthrose vorliegt.

Mögliche Bestandteile sind:

  • angepasstes Training und Physiotherapie;
  • Veränderung ungünstiger Belastungen;
  • Behandlung von Fehlstellungen oder Instabilitäten;
  • Injektionstherapien bei ausgewählten Beschwerden;
  • operative knorpelerhaltende Verfahren bei geeigneter Indikation;
  • Gelenkersatz bei fortgeschrittener Arthrose.

Bereits großflächig geschädigter Gelenkknorpel lässt sich durch eine Injektion nicht einfach vollständig wiederherstellen. Ziel der Behandlung ist daher vor allem, Beschwerden zu reduzieren, die Gelenkfunktion zu unterstützen und eine angemessene Belastbarkeit zu erhalten.

Wann kann eine Operation sinnvoll sein?

Eine operative Behandlung kann erwogen werden, wenn starke Schmerzen, deutliche Bewegungseinschränkungen oder erhebliche Probleme im Alltag bestehen und konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen.

Abhängig vom Befund kommen unterschiedliche Verfahren infrage:

Korrektur einer Beinfehlstellung

Bei einer ausgeprägten O-Bein- oder X-Bein-Fehlstellung kann in ausgewählten Fällen eine Umstellungsoperation erwogen werden. Ziel ist eine günstigere Verteilung der Belastung im Kniegelenk.

Teilweiser Gelenkersatz

Ist nur ein begrenzter Abschnitt des Kniegelenks betroffen, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Teilgelenkersatz infrage kommen.

Knieprothese

Bei fortgeschrittener Arthrose in mehreren Gelenkabschnitten kann ein vollständiger Kniegelenkersatz erwogen werden. Entscheidend sind dabei nicht nur die Röntgenaufnahmen, sondern vor allem Schmerzen, Funktion und Einschränkungen im Alltag.

Eine Gelenkspiegelung wird bei einer gewöhnlichen Kniearthrose nicht automatisch durchgeführt. Sie kann nur bei bestimmten zusätzlichen mechanischen Problemen sinnvoll sein.

Wie wird die geeignete Behandlung ausgewählt?

Für die Therapieentscheidung werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Stärke und Häufigkeit der Schmerzen;
  • betroffener Abschnitt des Kniegelenks;
  • Beweglichkeit und Stabilität;
  • Beinachse;
  • Gelenkergüsse oder entzündliche Reizzustände;
  • Einschränkungen im Alltag;
  • Alter und allgemeiner Gesundheitszustand;
  • bisherige Behandlungen;
  • persönliche Erwartungen und Ziele.
  • Eine Kniearthrose muss daher nicht bei allen Patientinnen und Patienten auf dieselbe Weise behandelt werden.

Häufige Fragen zur Kniearthrose

Bereits entstandene arthrotische Veränderungen lassen sich in der Regel nicht vollständig rückgängig machen. Beschwerden, Beweglichkeit und Belastbarkeit können jedoch häufig durch eine individuell abgestimmte Behandlung beeinflusst werden.

Ja. Angepasste Bewegung und Muskelkräftigung sind zentrale Bestandteile der Behandlung. Die Belastung sollte jedoch zum Befund und zur persönlichen Leistungsfähigkeit passen.

Nein. Viele Beschwerden können zunächst konservativ behandelt werden. Eine Operation wird vor allem bei erheblichen Einschränkungen und unzureichender Wirkung anderer Maßnahmen geprüft.

Häufig eignen sich kontrollierte und vergleichsweise gelenkschonende Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik oder angepasstes Krafttraining. Entscheidend sind die individuelle Verträglichkeit und eine angemessene Steigerung.

Nein. Ob eine Injektion infrage kommt, hängt vom Stadium der Arthrose, dem aktuellen Reizzustand, dem gewünschten Behandlungsziel und möglichen Risiken ab.


 

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Kniearthrose (Gonarthrose)

Kniearthrose ist eine fortschreitende Veränderung des Kniegelenks, die Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen verursachen kann. Eine individuell abgestimmte Behandlung kann dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Belastbarkeit des Knies im Alltag möglichst lange zu erhalten.

Was ist eine Kniearthrose?

Kniearthrose, medizinisch als Gonarthrose bezeichnet, ist eine degenerative Erkrankung des Kniegelenks. Dabei verändern sich der Gelenkknorpel und mit der Zeit häufig auch weitere Strukturen wie der darunterliegende Knochen, die Gelenkinnenhaut und die Gelenkkapsel.

Die Beschwerden und der Verlauf können individuell sehr unterschiedlich sein. Nicht allein das Röntgenbild entscheidet über die Behandlung, sondern vor allem die Schmerzen, die Beweglichkeit und die Einschränkungen im Alltag. Die Kniearthrose ist eine der Erkrankungen, die im Rahmen einer individuell geplanten Arthrosetherapie behandelt werden können.

Welche Bereiche des Kniegelenks können betroffen sein?

Das Kniegelenk besteht aus mehreren Gelenkabschnitten. Je nach Lokalisation der Veränderungen werden verschiedene Formen der Gonarthrose unterschieden:

  • mediale Gonarthrose: Arthrose an der Innenseite des Kniegelenks;
  • laterale Gonarthrose: Arthrose an der Außenseite des Kniegelenks;
  • patellofemorale Arthrose: Veränderungen zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen;
  • mehrere Gelenkabschnitte betreffende Gonarthrose: Arthrose in zwei oder allen drei Bereichen des Kniegelenks.

Welche Region betroffen ist, beeinflusst häufig, bei welchen Bewegungen Schmerzen auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Kniearthrose kann sich ohne eindeutig feststellbare Einzelursache entwickeln. Häufig wirken jedoch mehrere Faktoren zusammen:

  • zunehmendes Lebensalter;
  • frühere Meniskus-, Kreuzband- oder Knorpelverletzungen;
  • O-Bein- oder X-Bein-Fehlstellungen;
  • wiederholte Fehl- oder Überbelastungen;
  • Übergewicht;
  • entzündliche Gelenkerkrankungen;
  • Instabilität des Kniegelenks;
  • vorausgegangene Operationen oder Verletzungen;
  • familiäre Veranlagung.

Eine Fehlstellung kann beispielsweise dazu führen, dass ein bestimmter Abschnitt des Kniegelenks stärker belastet wird. Frühere Verletzungen können die Stabilität und Belastungsverteilung im Gelenk langfristig verändern.

Symptome einer Kniearthrose

Zu Beginn treten die Beschwerden häufig nur bei stärkerer Belastung auf. Im weiteren Verlauf können sie auch bei alltäglichen Bewegungen oder in Ruhe vorkommen.

Typische Symptome sind:

  • Schmerzen beim Gehen oder längeren Stehen;
  • Beschwerden beim Treppensteigen;
  • Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen;
  • Morgensteifigkeit;
  • Schmerzen beim Beugen oder Strecken;
  • wiederkehrende Schwellungen oder Gelenkergüsse;
  • Knirschen oder Reiben im Knie;
  • nachlassende Beweglichkeit;
  • Unsicherheit oder Nachgeben des Kniegelenks;
  • Ruhe- oder Nachtschmerzen in fortgeschrittenen Stadien.

Nicht jeder Knieschmerz wird durch Arthrose verursacht. Auch Menisken, Bänder, Sehnen, Schleimbeutel oder die Kniescheibe können für Beschwerden verantwortlich sein.

Wie wird eine Gonarthrose diagnostiziert?

Ärztliches Gespräch

Zunächst werden die Art, Dauer und Lokalisation der Schmerzen besprochen. Wichtig sind außerdem frühere Verletzungen, Operationen, berufliche oder sportliche Belastungen und Einschränkungen im Alltag.

Körperliche Untersuchung

Bei der Untersuchung werden unter anderem folgende Punkte beurteilt:

  • Beweglichkeit des Kniegelenks;
  • Schmerzlokalisation;
  • Schwellungen und Gelenkergüsse;
  • Stabilität der Bänder;
  • Beinachse;
  • Muskelkraft;
  • Gangbild.

Bildgebende Untersuchungen

Röntgenaufnahmen können typische Veränderungen wie eine Verschmälerung des Gelenkspalts, Knochenanbauten oder Veränderungen der Gelenkflächen zeigen.

Ultraschall kann beispielsweise bei Gelenkergüssen oder Veränderungen oberflächlicher Weichteile eingesetzt werden. Eine MRT-Untersuchung ist nicht bei jeder Kniearthrose erforderlich, kann aber bei zusätzlichen Fragestellungen zu Menisken, Bändern, Knorpel oder Knochen sinnvoll sein.

Kniearthrose-Behandlung in Wien

Die Behandlung wird an die Beschwerden, das betroffene Gelenksegment, das Stadium der Erkrankung und die persönlichen Ziele angepasst. In vielen Fällen werden mehrere Maßnahmen miteinander kombiniert.

Zunächst stehen meist konservative Behandlungen im Vordergrund. Eine Operation wird insbesondere dann geprüft, wenn starke Schmerzen und erhebliche Einschränkungen bestehen und nicht operative Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung bringen.

Bewegung und Physiotherapie

Gezielte Bewegung gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Behandlung einer Kniearthrose. Das Knie soll dabei nicht vollständig geschont, sondern angemessen und kontrolliert belastet werden.

Die Physiotherapie kann unter anderem folgende Ziele verfolgen:

  • Kräftigung der Oberschenkel- und Hüftmuskulatur;
  • Verbesserung der Beweglichkeit;
  • Stabilisierung des Kniegelenks;
  • Schulung geeigneter Bewegungsabläufe;
  • Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination;
  • schrittweise Steigerung der Belastbarkeit.

Ein individuell angepasstes Übungsprogramm ist besonders wichtig, da nicht jede Übung für jede Form der Gonarthrose gleichermaßen geeignet ist. Therapeutische Übungen werden in Leitlinien als grundlegender Bestandteil der Arthrosebehandlung empfohlen.

Entlastung und Anpassung der Belastung

Je nach Befund können bestimmte Tätigkeiten oder Bewegungsabläufe vorübergehend angepasst werden. Eine vollständige und dauerhafte Ruhigstellung ist in der Regel nicht das Ziel.

Mögliche unterstützende Maßnahmen sind:

  • Anpassung sportlicher oder beruflicher Belastungen;
  • gelenkschonende Bewegungsformen;
  • Knieorthesen oder Bandagen;
  • Schuheinlagen bei geeigneter Indikation;
  • vorübergehende Verwendung einer Gehhilfe;
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht.

Eine Gewichtsreduktion kann bei Übergewicht dazu beitragen, die Belastung des Kniegelenks zu verringern und Schmerzen sowie Funktion zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung

Abhängig von der Stärke der Beschwerden können schmerzlindernde oder entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden.

Welche Medikamente geeignet sind, hängt unter anderem von Begleiterkrankungen, weiteren Arzneimitteln und individuellen Risiken ab. Dosierung und Anwendungsdauer sollten ärztlich abgestimmt werden.

Infiltration am Knie

Bei ausgewählten Beschwerden kann eine Infiltration am Knie erwogen werden. Dabei wird ein ausgewähltes Medikament gezielt in das Kniegelenk oder an eine schmerzverursachende Struktur eingebracht.

Mögliche Anwendungsgebiete sind beispielsweise entzündlich aktivierte Arthrose, schmerzhafte Reizzustände oder ein Gelenkerguss. Welcher Wirkstoff eingesetzt wird und ob eine bildgestützte Durchführung sinnvoll ist, wird individuell entschieden.

Entzündungshemmende Kortikosteroidinjektionen können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eine zeitlich begrenzte Linderung ermöglichen. Sie beseitigen jedoch nicht die zugrunde liegende Arthrose.

Hyaluronsäure am Knie

Bei der Hyaluronsäure-Therapie am Knie wird Hyaluronsäure direkt in das Kniegelenk injiziert. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit.

Ob eine Behandlung infrage kommt, wird individuell beurteilt. Dabei werden insbesondere das Stadium der Arthrose, die bisherigen Behandlungen, die Beschwerden und das persönliche Therapieziel berücksichtigt.

Die wissenschaftlichen Empfehlungen zur routinemäßigen Anwendung unterscheiden sich. Deshalb sollte weder eine bestimmte Wirkung noch eine feste Wirkungsdauer zugesichert werden.

PRP-Therapie mit Eigenplasma

Bei der PRP-Therapie wird körpereigenes Blut entnommen und aufbereitet. Das dabei gewonnene plättchenreiche Plasma wird anschließend in die vorgesehene Behandlungsregion injiziert.

Die Behandlung kann bei ausgewählten Gelenkbeschwerden als Bestandteil eines individuellen Therapiekonzepts erwogen werden. Ob sie bei einer Kniearthrose geeignet ist und wie viele Anwendungen sinnvoll sein können, wird nach der Untersuchung besprochen.

Knorpeltherapie am Knie

Der Begriff Knorpeltherapie am Knie umfasst unterschiedliche Behandlungsansätze. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt davon ab, ob eine umschriebene Knorpelverletzung oder eine bereits weiter verbreitete Kniearthrose vorliegt.

Mögliche Bestandteile sind:

  • angepasstes Training und Physiotherapie;
  • Veränderung ungünstiger Belastungen;
  • Behandlung von Fehlstellungen oder Instabilitäten;
  • Injektionstherapien bei ausgewählten Beschwerden;
  • operative knorpelerhaltende Verfahren bei geeigneter Indikation;
  • Gelenkersatz bei fortgeschrittener Arthrose.

Bereits großflächig geschädigter Gelenkknorpel lässt sich durch eine Injektion nicht einfach vollständig wiederherstellen. Ziel der Behandlung ist daher vor allem, Beschwerden zu reduzieren, die Gelenkfunktion zu unterstützen und eine angemessene Belastbarkeit zu erhalten.

Wann kann eine Operation sinnvoll sein?

Eine operative Behandlung kann erwogen werden, wenn starke Schmerzen, deutliche Bewegungseinschränkungen oder erhebliche Probleme im Alltag bestehen und konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen.

Abhängig vom Befund kommen unterschiedliche Verfahren infrage:

Korrektur einer Beinfehlstellung

Bei einer ausgeprägten O-Bein- oder X-Bein-Fehlstellung kann in ausgewählten Fällen eine Umstellungsoperation erwogen werden. Ziel ist eine günstigere Verteilung der Belastung im Kniegelenk.

Teilweiser Gelenkersatz

Ist nur ein begrenzter Abschnitt des Kniegelenks betroffen, kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Teilgelenkersatz infrage kommen.

Knieprothese

Bei fortgeschrittener Arthrose in mehreren Gelenkabschnitten kann ein vollständiger Kniegelenkersatz erwogen werden. Entscheidend sind dabei nicht nur die Röntgenaufnahmen, sondern vor allem Schmerzen, Funktion und Einschränkungen im Alltag.

Eine Gelenkspiegelung wird bei einer gewöhnlichen Kniearthrose nicht automatisch durchgeführt. Sie kann nur bei bestimmten zusätzlichen mechanischen Problemen sinnvoll sein.

Wie wird die geeignete Behandlung ausgewählt?

Für die Therapieentscheidung werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Stärke und Häufigkeit der Schmerzen;
  • betroffener Abschnitt des Kniegelenks;
  • Beweglichkeit und Stabilität;
  • Beinachse;
  • Gelenkergüsse oder entzündliche Reizzustände;
  • Einschränkungen im Alltag;
  • Alter und allgemeiner Gesundheitszustand;
  • bisherige Behandlungen;
  • persönliche Erwartungen und Ziele.
  • Eine Kniearthrose muss daher nicht bei allen Patientinnen und Patienten auf dieselbe Weise behandelt werden.

Häufige Fragen zur Kniearthrose

Bereits entstandene arthrotische Veränderungen lassen sich in der Regel nicht vollständig rückgängig machen. Beschwerden, Beweglichkeit und Belastbarkeit können jedoch häufig durch eine individuell abgestimmte Behandlung beeinflusst werden.

Ja. Angepasste Bewegung und Muskelkräftigung sind zentrale Bestandteile der Behandlung. Die Belastung sollte jedoch zum Befund und zur persönlichen Leistungsfähigkeit passen.

Nein. Viele Beschwerden können zunächst konservativ behandelt werden. Eine Operation wird vor allem bei erheblichen Einschränkungen und unzureichender Wirkung anderer Maßnahmen geprüft.

Häufig eignen sich kontrollierte und vergleichsweise gelenkschonende Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik oder angepasstes Krafttraining. Entscheidend sind die individuelle Verträglichkeit und eine angemessene Steigerung.

Nein. Ob eine Injektion infrage kommt, hängt vom Stadium der Arthrose, dem aktuellen Reizzustand, dem gewünschten Behandlungsziel und möglichen Risiken ab.


 

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