Orthopädiezentrum Wien - Eine Frau hält sich den unteren Rücken, was auf das Failed-Back-Surgery-Syndrom hindeutet.

Failed-Back-Surgery-Syndrom (FBSS)

Das Failed-Back-Surgery-Syndrom (FBSS), auch bekannt als Postdiskektomie-Syndrom oder Postnukleotomie-Syndrom, bezeichnet anhaltende oder neu auftretende Schmerzen im Rücken- und Beinbereich nach einer Wirbelsäulenoperation. Trotz chirurgischer Eingriffe zur Schmerzreduktion oder Funktionsverbesserung der Wirbelsäule können bei einigen Patienten die Beschwerden persistieren oder sich sogar verschlimmern.

Klassifikation von FBSS

FBSS wird nicht einheitlich klassifiziert, jedoch können die Symptome nach ihrer Ursache und dem Zeitpunkt des Auftretens unterschieden werden:

  • Persistierende Schmerzen: Schmerzen, die unmittelbar nach der Operation weiterhin bestehen und auf eine unzureichende Beseitigung der ursprünglichen Schmerzursache hindeuten.
  • Rezidivierende Schmerzen: Schmerzen, die nach einer beschwerdefreien Phase erneut auftreten, möglicherweise aufgrund von Narbenbildung oder erneuter Bandscheibenproblematik.
  • Neu auftretende Schmerzen: Schmerzen, die in neuen Bereichen entstehen und auf Komplikationen oder Veränderungen infolge der Operation zurückzuführen sind.

Ursachen von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Entstehung von FBSS kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden:

  • Unvollständige Dekompression: Wenn während der Operation nicht alle ursächlichen Strukturen entlastet wurden, können Schmerzen bestehen bleiben.
  • Narbenbildung (Epidurale Fibrose): Postoperative Vernarbungen können Nervenwurzeln komprimieren und Schmerzen verursachen.
  • Instabilität der Wirbelsäule: Durch die Entfernung von Bandscheibenmaterial oder knöchernen Strukturen kann es zu einer Instabilität kommen, die Schmerzen hervorruft.
  • Fehldiagnose: Wenn die ursprüngliche Schmerzursache nicht korrekt identifiziert wurde, kann die Operation ineffektiv sein.
  • Psychosoziale Faktoren: Depressionen, Angstzustände oder unrealistische Erwartungen an die Operation können die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.

Symptome von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Symptome variieren je nach Ursache und können umfassen:

  • Chronische Rückenschmerzen: Anhaltende Schmerzen im operierten Bereich.
  • Beinschmerzen (Ischialgie): Schmerzen, die in die Beine ausstrahlen, ähnlich wie vor der Operation.
  • Neurologische Defizite: Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche in den Extremitäten.
  • Eingeschränkte Mobilität: Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen aufgrund von Schmerzen oder Steifheit.

Diagnose von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Diagnose erfordert eine sorgfältige Evaluation:

  • Anamnese: Detaillierte Erhebung der Schmerzgeschichte, Operationsberichte und bisherigen Therapien.
  • Klinische Untersuchung: Überprüfung von Beweglichkeit, Schmerzpunkten und neurologischen Funktionen.
  • Bildgebende Verfahren:
    • MRT (Magnetresonanztomographie): Zur Beurteilung von Weichteilen, Narbengewebe und Bandscheiben.
    • CT (Computertomographie): Für detaillierte knöcherne Strukturen und mögliche Instabilitäten.
    • Elektrophysiologische Tests: Zur Bewertung der Nervenleitfähigkeit und Identifizierung neurologischer Beeinträchtigungen. 

Behandlungsmöglichkeiten von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Therapie von FBSS erfordert einen multidisziplinären Ansatz:

  • Konservative Therapie:
    • Physiotherapie: Zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion.
    • Medikamentöse Behandlung: Einsatz von Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Antikonvulsiva zur Schmerzmodulation.
    • Psychotherapie: Behandlung von psychosozialen Faktoren, die den Schmerz beeinflussen.
  • Interventionelle Verfahren:
    • Epidurale Injektionen: Verabreichung von Steroiden zur Reduktion von Entzündungen und Schmerzen.
    • Nervenblockaden: Zur gezielten Schmerzlinderung in betroffenen Bereichen.
    • Spinal Cord Stimulation (SCS): Implantation eines Geräts, das elektrische Impulse sendet, um Schmerzsignale zu modulieren.
  • Chirurgische Revision: In ausgewählten Fällen kann eine erneute Operation zur Korrektur anatomischer Probleme in Betracht gezogen werden. 

Präventionsmaßnahmen von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Um das Risiko für FBSS zu minimieren, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Sorgfältige Patientenauswahl: Eingehende Diagnostik und Abwägung, ob eine Operation tatsächlich indiziert ist.
  • Aufklärung: Realistische Darstellung der Erfolgsaussichten und möglichen Risiken einer Operation.
  • Optimierung konservativer Therapien: Ausschöpfung nicht-chirurgischer Behandlungsoptionen vor einer Operation.
  • Postoperative Rehabilitation: Individuell angepasstes Rehabilitationsprogramm zur Förderung der Genesung und Vermeidung von Komplikationen.

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Orthopädiezentrum Wien - Eine Frau hält sich den unteren Rücken, was auf das Failed-Back-Surgery-Syndrom hindeutet.

Failed-Back-Surgery-Syndrom (FBSS)

Das Failed-Back-Surgery-Syndrom (FBSS), auch bekannt als Postdiskektomie-Syndrom oder Postnukleotomie-Syndrom, bezeichnet anhaltende oder neu auftretende Schmerzen im Rücken- und Beinbereich nach einer Wirbelsäulenoperation. Trotz chirurgischer Eingriffe zur Schmerzreduktion oder Funktionsverbesserung der Wirbelsäule können bei einigen Patienten die Beschwerden persistieren oder sich sogar verschlimmern.

Klassifikation von FBSS

FBSS wird nicht einheitlich klassifiziert, jedoch können die Symptome nach ihrer Ursache und dem Zeitpunkt des Auftretens unterschieden werden:

  • Persistierende Schmerzen: Schmerzen, die unmittelbar nach der Operation weiterhin bestehen und auf eine unzureichende Beseitigung der ursprünglichen Schmerzursache hindeuten.
  • Rezidivierende Schmerzen: Schmerzen, die nach einer beschwerdefreien Phase erneut auftreten, möglicherweise aufgrund von Narbenbildung oder erneuter Bandscheibenproblematik.
  • Neu auftretende Schmerzen: Schmerzen, die in neuen Bereichen entstehen und auf Komplikationen oder Veränderungen infolge der Operation zurückzuführen sind.

Ursachen von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Entstehung von FBSS kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden:

  • Unvollständige Dekompression: Wenn während der Operation nicht alle ursächlichen Strukturen entlastet wurden, können Schmerzen bestehen bleiben.
  • Narbenbildung (Epidurale Fibrose): Postoperative Vernarbungen können Nervenwurzeln komprimieren und Schmerzen verursachen.
  • Instabilität der Wirbelsäule: Durch die Entfernung von Bandscheibenmaterial oder knöchernen Strukturen kann es zu einer Instabilität kommen, die Schmerzen hervorruft.
  • Fehldiagnose: Wenn die ursprüngliche Schmerzursache nicht korrekt identifiziert wurde, kann die Operation ineffektiv sein.
  • Psychosoziale Faktoren: Depressionen, Angstzustände oder unrealistische Erwartungen an die Operation können die Schmerzwahrnehmung beeinflussen.

Symptome von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Symptome variieren je nach Ursache und können umfassen:

  • Chronische Rückenschmerzen: Anhaltende Schmerzen im operierten Bereich.
  • Beinschmerzen (Ischialgie): Schmerzen, die in die Beine ausstrahlen, ähnlich wie vor der Operation.
  • Neurologische Defizite: Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche in den Extremitäten.
  • Eingeschränkte Mobilität: Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen aufgrund von Schmerzen oder Steifheit.

Diagnose von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Diagnose erfordert eine sorgfältige Evaluation:

  • Anamnese: Detaillierte Erhebung der Schmerzgeschichte, Operationsberichte und bisherigen Therapien.
  • Klinische Untersuchung: Überprüfung von Beweglichkeit, Schmerzpunkten und neurologischen Funktionen.
  • Bildgebende Verfahren:
    • MRT (Magnetresonanztomographie): Zur Beurteilung von Weichteilen, Narbengewebe und Bandscheiben.
    • CT (Computertomographie): Für detaillierte knöcherne Strukturen und mögliche Instabilitäten.
    • Elektrophysiologische Tests: Zur Bewertung der Nervenleitfähigkeit und Identifizierung neurologischer Beeinträchtigungen. 

Behandlungsmöglichkeiten von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Die Therapie von FBSS erfordert einen multidisziplinären Ansatz:

  • Konservative Therapie:
    • Physiotherapie: Zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion.
    • Medikamentöse Behandlung: Einsatz von Schmerzmitteln, Antidepressiva oder Antikonvulsiva zur Schmerzmodulation.
    • Psychotherapie: Behandlung von psychosozialen Faktoren, die den Schmerz beeinflussen.
  • Interventionelle Verfahren:
    • Epidurale Injektionen: Verabreichung von Steroiden zur Reduktion von Entzündungen und Schmerzen.
    • Nervenblockaden: Zur gezielten Schmerzlinderung in betroffenen Bereichen.
    • Spinal Cord Stimulation (SCS): Implantation eines Geräts, das elektrische Impulse sendet, um Schmerzsignale zu modulieren.
  • Chirurgische Revision: In ausgewählten Fällen kann eine erneute Operation zur Korrektur anatomischer Probleme in Betracht gezogen werden. 

Präventionsmaßnahmen von Failed-Back-Surgery-Syndrom

Um das Risiko für FBSS zu minimieren, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Sorgfältige Patientenauswahl: Eingehende Diagnostik und Abwägung, ob eine Operation tatsächlich indiziert ist.
  • Aufklärung: Realistische Darstellung der Erfolgsaussichten und möglichen Risiken einer Operation.
  • Optimierung konservativer Therapien: Ausschöpfung nicht-chirurgischer Behandlungsoptionen vor einer Operation.
  • Postoperative Rehabilitation: Individuell angepasstes Rehabilitationsprogramm zur Förderung der Genesung und Vermeidung von Komplikationen.

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